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..powered by Sanyo Eneloops

Bis jetzt habe ich meine Blitze immer mit den guten Einweg Alkali-Batterien betrieben, das ist aber 1) auf Dauer zu teuer und 2) gar nicht gut für die Umwelt.

Gut, sind wir mal ehrlich – der Hauptgrund war nicht Mutter Natur sondern die hohen Kosten. Grad wenn man im Heimstudio experimentiert, ist ein Satz (=4 Mignon) Batterien schnell leer gesaugt.

Wenn man im Internet a bissl rumschaut, lautet die Antwort eigentlich immer „Sanyo Eneloop„. Die Eneloops (sogenannte „ready-to-use Batterien) sind kurz gesagt eine Kreuzung aus Akku und Batterie – 1,2V und bis 1000x aufladbar, aber sie halten ihre gespeicherte Energie sehr lang bzw. die Selbstentladung ist sehr viel geringer als bei klassischen Akkus.
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Die Eneloops habe ich bei Reichelt Elektronik gekauft (der Laden ist bei mir quasi um die Ecke) für ca 10€/4 Stück. Interessant sind hier die Preisschwankungen, denn vor knapp 3 Wochen hat hat das Viererpack noch 8€ (!!) gekostet. Solche Schwankungen kenne ich sonst nur aus dem Computerbereich.

Und obwohl es nur „Batterien“ sind, gefällt mir die Optik richtig gut. Bisher habe ich nur den praktischen Nutzen von Mignons gesehen, aber allein optisch ist die Sanyo Batterie schon ein echter Designkracher.

Mittlerweile gibt es ja diverse „Nachbauten“ der Eneloops (z.B. von Ansmann, Varta, EneReady usw). Grade die EneReady sind interessant, da 4 Stück grad mal knapp 6€ kosten. Ob sie an die Eneloops rankommen kann ich jetzt nicht sagen, ich habe mir aber für meine Wiimotes einfach mal einen Satz gekauft.
Evtl mache ich mal nen Vergleich zu den Eneloops, von den techn. Daten her (2200mA, 1,2V) sind sie den Eneloops sehr ähnlich

Natürlich wollte ich den Eneloops auch ein gescheites Ladegerät zur Seite stellen, denn mit den Discounter 10€ Ladegeräten macht man an den Akkus mehr kaputt als man sie lädt.
Auch hier gibt das Internet schnell Antwort. Ich habe mich für das Ladegerät TechnoLine BC 700 entschieden (ebenfalls bei Reichelt erhältlich), welches über einen prozessorgesteuerten Ladevorgang verfügt, jede Zelle einzeln überwacht und auch zum Entladen nutzbar ist. Es gibt verschiedene Ausführungen dieses Ladegerätes, ich habe mich für die „grosse“ mit max. 700mA Ladestrom entschieden.

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Die Zukunft wird zeigen, ob die Eneloops halten, was sie (und das Internet) versprechen.

18 Gedanken zu „..powered by Sanyo Eneloops

  1. Also ich bin von den eneloop immer noch sehr überzeugt und ich würde keine andere Batterie mehr einsetzen. Mittlerweile habe ich über 20 Stück davon im Haushalt. Blitzgeräte, Spielekonsolen, Fernbedienungen, Milchaufschäumer. Es gibt nichts, wo die Dinger nicht drin sind 😉

    • Dann mal los. Bis jetzt sind auch noch Alkaline Batterien drin und zu geizig, die halbvoll zu entsorgen, bin aber auf die Eneloops gespannt. Werd dann nochmal einen kleinen Erfahrungsbericht hinterherschieben 😉

  2. Ich bin kein Freund von den weißen Dingern, aber der Herdentrieb setzt bei vielen eben an. Persönlich verwende ich Ansmann max-E, zum einen weil ich nicht bei allem mitschwimme, zum anderen weil sie sehr hochwertig gefertigt sind. Einige Freunde haben tierisch geschimpft auf die Eneloop, durch den sinkenden Preis, sinkt auch die Qualität – dem einen sind 2 von 4 Stück kaputt gegangen, und ließen sich nicht mehr laden….

    Also immer auch die Alternativen im Auge behalten. 🙂

    • Hallo Hannes,
      gehen wir nach dem Herdentrieb, weil viele Nikon/Canon benutzen? So eine Aussage ist doch recht vage, denn warum sollen die Eneloops nicht gut sein? Sicher gibt es auch dort Ausfälle (wie z.B. bei deinem Freund), aber solche „Montagsprodukte“ finden sich auch bei 2000€ Kameras (egal welcher Hersteller). Ich selber habe durchweg positives gelesen (auch bei Fotografen, die damit ihr Geld verdienen) und habe mir einfach mal 4 Satz gekauft.

      Ich bin immer bemüht, eigene Erfahrungen zu sammeln, aber irgendwo muss ich ja auch anfangen. Die Zeit wird zeigen, ob der Bestand an Sanyos bei mir zunimmt oder nicht. Und nur weil ich mom. diese Firma nutze, heisst das nicht, das deswegen alles andere schlecht ist, habe ich auch nie gesagt. Mittlerweile bieten ja auch Ansmann, Varta usw die Ready-to-use Batterien an, nur war Sanyo halt der erste am Markt.

      PS: Was den Preis betrifft nehmen sich alle Hersteller nicht viel, rechnet man das auf eine Mignon um ist der Unterschied zw. den einzelnen Firmen ca 50€ und ich denke das sind eher die Magen, die den Unterschied ausmachen als die Produktionskosten

      PS: Bist jetzt auch in meiner Linkliste vertreten 🙂

  3. Hmm, du machst es mir nicht einfach mein Konto zu schonen, ich denke schon länger über die Eneloops nach. Bisher hab ich immer normale Sanyo Akkus mit 2700mAh eingesetzt, aber halt die Sache mit der Selbstentladung, deshalb hatte ich immer 8 normale Batterien in der Fototasche, falls ich mal spontan los muß und die Blitze brauche, weil wer weiß, wie voll die Ersatzakkus noch sind, die ich in der Tasche habe.

    P.S.: Die Eneloops bei Reichelt sind wieder bei 8€

    • Na super, da hätte ich jetzt nen 5Satz für bekommen bei der Ersparnis. Genau wg der Problematik mit den Akkus habe ich auch auf „Ready-to-use“ gesetzt

  4. Ich verwende auch 20 Eneloops, diese kommen sowohl für Blitzgeräte als auch im Batteriegriff der D700 zum Einsatz.

    Ich kann auch nur positives berichten.

    @Hannes: Von Ansmann bin ich dauerhaft kuriert, sowohl die Akkus und für mein Dafürhalten noch viel mher deren Ladegeräte sind ein schlechter Witz. Ein Ladegerät aus der „Profiline“ (auch prozessorgesteuert) hat mir in schöner Regelmäßigkeit meine ebenfalls von Ansmann stammenden Akkus gegrillt.
    Mag sein dass sich das mittlerweile wieder gebessert hat, aber ich habe das Vertrauen dauerhaft verloren.

    Gruß Mario

  5. @Mario: du vergleichst auch gerade Nikon mit Olympus. 😛

    Die Ansmann-Ladegeräte sind nicht der Bringer, diese kochen die zu ladenden Zellen, davon halte ich auch nichts.

    Die Akkus hingegen sind nicht zu unterschätzen – auch durch die neue Serie mit 2500mAh sind diese noch etwas Leistungsstärker als Eneloops. Ich verwenden momentan 12 AA maxE und etwa 10 AAA maxE, kann nicht klagen. 🙂

    • 2500mA für Ready-to-use ist schon eine Ansage, vorrausgesetzt das sie die Kapazität auch bringen. Mal sehen, bis die Konkurrenz nachzieht. Wenn der Preis stimmt, bin ich natürlich auch anderen Herstellern nicht abgeneigt.

  6. Zu den vorangegangenen Beiträgen möchte ich meinen Senf dazugeben. Vorabinfo: Ich besitze ein Ladegerät Conrad Chargemanager 2010. Normalerweise teste ich alle Akkus nach dem Kauf und beschrifte diese mit Charge/Discharge Werten. Dadurch kann ich 4er oder 6er Sets selektieren. Das war auch notwendig. Innerhalb eines gemeinsam gekauften Set (Ausnahme eneloop!) können die Werte recht stark schwanken. Aus der Erinnerung sage ich mal +0 / -20 %. Schon vor mehr als 10 Jahren ist mir die gleichbleibende Fertigungsqualität von Sanyo-Akkus aufgefallen. Die Exemplar-streuung war immer kleiner ca. 5%.

    Das Gleiche habe ich dann auch mit den eneloops nachvollzogen. Gleiches positives Ergebnis. Die Exemplarstreuung ist hier so gering, dass ich mir keine Gedanken über selektierte Sets mehr mache. Heute kam von Reichelt ein vierer-Set eneready. Die habe ich gerade in der Mache. Ergebnis folgt.

    Einige meiner Erfahrungen:
    @ Mario: Was ANSMANN angeht stimme ich 100% zu! Ich habe mich schon mehrfach über die Teile geärgert. Ich kaufe sie einfach nicht mehr – Basta. D.h. gegenüber der Masse an Akkus, die ich schon in den Fingern hatte, sind ANSMANN Akkus mir negativ aufgefallen.

    Für mich ist ein Akku-Qualitätskriterium die Fertigungstoleranz der elektrischen Werte. Wenn mehrere Akkus in Reihe betrieben und geleert werden, dann kann es passieren, dass der Schwächste im wahrsten Sinne des Wortes umgepolt und „negativ“ geladen wird. Der war dann das letzte Mal schwach, weil er danach tot ist.

    Ein Erfahrungskriterium ist auch das Verhältnis Lademenge zu Entlademenge. Bei guten Akkus die ein paar mal Cycles (Benutzung) hinter sich haben, sollte die Lademenge nicht mehr um 10-25% höher sein als die Entlademenge. Wenn das deutlich mehr wird, entsorge ich den Akku, weil er meiner Erfahrung nach nicht mehr lange hält.
    Ich frische für viele Bekannte deren Akkus auf. Wenn einer beim Laden heiss wird -> gleich in den Batterieabfall. Wenn die Akkus mehr als 130% geladenwerden müssen und die Nennkapazität um 20-30% unterschritten ist -> auch weg!! Meine Zeit ist mir zu teuer und die Dinger sind m.E. schon am Sterben. (Familienfeier – Blitz geht nicht, ist es das wert?)

    Ich empfehle jedem Sanyo eneloop und das passende Sanyo Ladegerät. Da würde ich fast die Hand dafür ins Feuer legen. Wenn ich eneloop Akkus aus dem GPS oder Foto zur Abwechsung mal mit dem Chargemanager lade bin ich immer wieder erstaunt, dass die Nachlademenge bis auf 1-2% identisch ist.

    Die eneready, die ich mir aus Neugier (und Geiz?) mal gegönnt habe, zeigen direkt aus der Packung folgende Ladewerte bis „voll“: 488 / 437 / 880 / 844 Das gibt gleich mal einen Minuspunkt. Hoffentlich ist das keine Entladewert-Streuung, sondern die Akkus sind unterschiedlich lang gelagert. Was haben die dann aber in einem 4er Pack verloren. Mein Bauchgefühl sagt, das war ein Fehlkauf. Mal abwarten, was ein vollständiger Voll -> Entlade -> Ladezyklus sagt.

    Wenn ich es nicht verpenne, schreibe ich hier das Resultat.

  7. Memo: (Heute: 2.12.2011) Gestern kam von Reichelt ein Lieferung mit einem 4er Set eneready 2200mAh Akkus. Es ist offensichtlich, dass der Hersteller auf den eneloop-Zug aufspringen will. Der Name und das Design zeigen das. Dieses Forum habe ich gefunden, als ich nach Testberichten zu eneready suchte. Zahlen dazu fand ich keine, also habe ich selbst nachgemessen.
    Conrad Cargemanager 2010, Einstellung Cycle , 350-600mAh, dann wird mit ca. 300 mA geladen.
    Das Ergebnis des ersten CYCLE-Durchlaufs. (Siehe auch mein Beitrag v. gestern.)
    Cycle heisst: Zuerst Vollladen, dann Entladen, dann Vollladen -> Fertig
    Akku_1: 488 / 1733 / 2095
    Akku_2: 437 / 1738 / 2029
    Akku_3: 880 / 1810 / 1973
    Akku_4: 844 / 1814 / 1752 gute Ladeeffizienz, die Entladewerte um die 1900mAh sind deutlich näher an der Beschriftung „2000mAh“ als die eneready ca. 1800 Discharge an der 2200 Beschriftung ….
    Ich bleibe in Zukunft bei SANYO und eneloop. Die eneready kommen in die Funkmaus, da können sie keinen Schaden anrichten, auf keinen Fall in Geräte, auf deren Zuverlässigkeit ich angewiesen bin.

    Für Skeptiker: Derzeit läuft ein zweiter Cycle-Durchlauf. Ich habe die Schächte im Chargemanager mal getauscht, 1-3, 2-4 um möglicherweise einen Macken /Unsymetrie des Chargemanagers aufzudecken. Noch eine Info zum Schluss. Die eneready Blisterverpackung war „auseinandergefallen“, Packung und Akkus lose in einem Tütchen, möglicherweise wurden die Akkus beim Lieferanten mit einer anderen Charge vermischt. Das wäre denkbar, wenn andere Blister auch auseinandergefallen sind.
    Das Ergebnis des 2ten Cycle werde ich nachliefern – mfg. Johannes

  8. (Zweiter Versuch, im letzten Beitrag fehlten ein paar Zeilen, das Gleiche nochmal..)
    Memo: (Heute: 2.12.2011) Gestern kam von Reichelt ein Lieferung mit einem 4er Set eneready 2200mAh Akkus. Es ist offensichtlich, dass der Hersteller auf den eneloop-Zug aufspringen will. Der Name und das Design zeigen das. Dieses Forum habe ich gefunden, als ich nach Testberichten zu eneready suchte. Zahlen dazu fand ich keine, also habe ich selbst nachgemessen.
    Conrad Cargemanager 2010, Einstellung Cycle , 350-600mAh, dann wird mit ca. 300 mA geladen.
    Das Ergebnis des ersten CYCLE-Durchlaufs. (Siehe auch mein Beitrag v. gestern.)
    Cycle heisst: Zuerst Vollladen, dann Entladen, dann Vollladen -> Fertig
    Akku_1: 488 / 1733 / 2095
    Akku_2: 437 / 1738 / 2029
    Akku_3: 880 / 1810 / 1973
    Akku_4: 844 / 1814 / 1752 kein Zahlendreher !! Conrad sagt weniger nach-, als vorher entladen.

    Es zeigt sich, dass die Paarung von Akku 1,2 und 3,4 untereinander recht gut ist, als 4er im Set jedoch nicht.
    Fazit: Bauchgefühl war richtig – enerady erreicht nicht die Sanyo Qualität. Die 2200mAh sind um 20% unterschritten!!
    Nur zum Vergleich: Die Beschriftung diverser eneloops (Erst-Cycle), die ich seit Monaten / Jahren im Einsatz habe: Muster_1 2105/1902, Muster_2 2097/1920, Muster_3 2061/1905, Muster_4 2041/1897, Muster_5 2077/1911, Muster_6 2077/1917, Muster_7 2082/1829, Muster_8 1969/1866 jeweils Charge/Discharge. Es fällt auf Charge ist ca. 10% mehr als Discharge -> gute Ladeeffizienz, die Entladewerte um die 1900mAh sind deutlich näher an der Beschriftung „2000mAh“ als die eneready ca. 1800 Discharge an der 2200 Beschriftung ….
    Ich bleibe in Zukunft bei SANYO und eneloop. Die eneready kommen in die Funkmaus, da können sie keinen Schaden anrichten, auf keinen Fall in Geräte, auf deren Zuverlässigkeit ich angewiesen bin.

    Für Skeptiker: Derzeit läuft ein zweiter Cycle-Durchlauf. Ich habe die Schächte im Chargemanager mal getauscht, 1-3, 2-4 um möglicherweise einen Macken /Unsymetrie des Chargemanagers aufzudecken. Noch eine Info zum Schluss. Die eneready Blisterverpackung war „auseinandergefallen“, Packung und Akkus lose in einem Tütchen, möglicherweise wurden die Akkus beim Lieferanten mit einer anderen Charge vermischt. Das wäre denkbar, wenn andere Blister auch auseinandergefallen sind.
    Das Ergebnis des 2ten Cycle werde ich nachliefern – mfg. Johannes

  9. Besser als ich dachte, eine (kleine) Rehabilitation für eneready …
    Wie versprochen hier die Charge / Discharge Werte in mAh beim zweiten Cycle Durchlauf.
    Akku_1: 1924 / 1781
    Akku_2: 1919 / 1769
    Akku_3: 1955 / 1758
    Akku_4: 1918 / 1787

    Ich relativiere die Aussagen meiner letzten Beiträge. Was die Fertigungstoleranz angeht, stehen die eneready auch super da. Wie man sieht unterscheiden sich die Werte nur marginal und das, obwohl sie bei ersten Cycle ziemlich gestreut haben. Auch die Ladeverluste z.B. 1924/1781 = 108/100 sind mit 8% als Erfahrungswert gut.
    Was bleibt ist ist das Missverhältnis Beschriftung zu Inhalt. 2200 steht drauf, 1780 sind drin.
    bei 0,4 A Entladestrom. Auf den eneloops steht 2000 drauf und es sind 1900 drin.

    Das Langzeitverhalten / Selbstentladung kann und will ich nicht beurteilen.
    Fazit: Ich habe den eneready Unrecht getan! Sorry. Vielleicht nicht ganz unbegründet, siehe erster Ladezyklus. Für Anwendungen mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen (Fahrradlampe meiner Frau, sie kümmert sich nicht um die Technik, und ich will nicht, dass sie ohne Licht fährt ..) bleibe ich bei eneloop. 100mAh mehr drin, und das Langzeitverhalten ist besser untersucht (z.B. Test c’t). Ich habe zu Sanyo einfach mehr Vertrauen, weil schon deren gelbe NiCd Zellen vor 12 Jahren in meinen Handfunken am längsten gelebt haben und dauerhaft eng tolerierte elektrische Daten hatten.

    Ich hoffe es bleibt nach meinen Beiträgen etwas Erleuchtung und nicht nur Verwirrung. …

    wer’s versteht: vy 73 es 55 de Johannes …

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