Voigtländer 100mm im Schärfetest

Heute mal ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Makro-Objektiv und Schärfe.

Bei meinem letzten Probeshooting für mein Heimstudio war neben meiner Immerdrauf Linse, das Nikon Nikkor 18-70mm auch mein „Joghurtbecher“, das 100mm Makro-Objektiv der Firma Voigtänder auf der D200.

Ich wollte bei der Gelegenheit, neben div. Beleuchtungseinstellungen und Lichtformern, auch einmal dieses doch recht günstige Objektiv auf Portraittauglichkeit testen.

Was soll ich sagen, ich bin doch sehr positiv überrascht, was diese günstige Optik doch an Schärfe leistet :


Das Foto zeigt ein 100% Ausschnitt von einem Foto, welches in Capture NX2 (Testversion) geöffnet wurde. Das Bild wurde nicht nachbearbeitet oder nachgeschärft. Die D200 stand auf einem Stativ und wurde mittels Funkauslöser bedient, die gewählte Blende war f10 und der Focus lag (da Selbstportrait) leider nicht auf dem Auge, was ich aber durch die Blende ganz gut kompensieren konnte.

IMO eine klasse Optik (wenn auch nicht haptisch), grad wenn man den Preis im Hinterkopf behält 🙂

0 Gedanken zu “Voigtländer 100mm im Schärfetest

  1. Also für f/10 …. ich weiß ja nicht. 🙂 Gute Linsen kosten nunmal Geld, und das hat auch seinen Grund. 🙂

    Ich habe dich übrigens in meine Linkliste aufgenommen. 😉

    • Hallo Hannes,
      bitte meine Aussage nicht aus dem Kontext reissen. Ich habe gesagt, das die Linse für ihr Geld schön scharf ist und mir ist durchaus bewusst, das es schärfere (und dann auch deutlich teuere) Linsen gibt. Die Frage ist nur, ist ein Objektiv, das 15x teurer ist auch 15x schärfer? Ich glaube nicht.
      Und da liegt her Hund begraben – abzuwägen, wo das persönliche Limit liegt und wo ich hin will bzw ob ich das wirklich brauche und auch nutze.
      Klar, wenn ich bereit bin, 1500€ für ne Referenzlinse auszugeben, habe ich schärfere Ergebnisse, keine Frage. Nur würde dann nicht evtl die D200 nicht das Bildergebnis limitieren und ich müsste zu einer D700 greifen? Ein Teufelskreis 😉

      Ich habe DIN A3 Ausbelichtungen von einer D40 (WAAAS? 6MP und DIN A3? NIEMALS! <- ist oft in Foren zu lesen) mit Kitlinse und ich wette die wenigsten würden bei Anblick des Fotos weder auf die Kamera, noch auf die 80€ Linse tippen. Die Frage wäre mal zu sehen (bei einem absoluten Blindtest), zweimal das gleiche Motiv fotografiert (bei gleichen Bedingungen, Blende und Kamera) und dann auf DIN A4 ausbelichtet ob wirklich so extreme Unterschiede sichtbar sind die den Mehrpreis rechtfertigen.... BTW: Der Crop ist ohne jedliche Schärfe, auch die serienmäßige RAW-Schärfung (die ja auf Werksteinstellung bei Nikon immer stattfindet) war deaktiviert. Selbst mit aktivierten RAW-Schärfen auf LEICHT in der D200 sieht das Foto nochmal anders aus, aber das zeigt ja dann nicht die Schärfe der Linse. Und wg. f10...Die meisten Objektive erlangen ihre Schärfe bei 2xabgeblendet, wäre in meinem Fall f5.6, danach gibt es (auch bei vielen anderen, hochpreisigeren Linsen) keinen signifikanten Anstieg der Schärfe mehr.

  2. Ich weiß ja nicht, es gibt durch die Bank bei jedem Hersteller – für einen gewissen Mehrpreis – Objektive welche bei Offenblende sowas von verdammt scharf sind… ich erinnere nur an nikkor 70/80-200/2.8 – beides keine überteuren Objektive, aber eben scharf. 🙂 Auch das Canon 100/2.8 oder das Nikon-Pendant sind solche Sahnestücke. Wo es nicht immer hinkommt ist bei sehr lichtstarken Festbrennweiten, hier muss abgeblendet werden. Beim Fall meine 50/1.4 kommen die 2 Blenden hin.

    Was du ausbelichtest spielt hier keine Rolle, Fakt ist, dass ich f/10 als keinen Referenzwert für Schärfe sehen würde. 2x abgeblendet ist i.O. – das wäre in deinem Fall dann f/5.6. Aber das ist eh irrelevant weil es eine Manuelle Linse ist, also stellt es sogut scharf, wie dein Auge sieht. 🙂

    • Klar sind das scharfe Linsen, aber der „gewisse Mehrpreis“ grad beim 70-200 bewegt sich so bei Faktor 10 – nicht grad wenig 😉
      Sei es drum, ich versuche bei Zeiten noch einmal mit f5.6 bzw Offenblende Fotos nachzulegen.
      F10 ist auch kein Referenzwert sondern einfach die Blende, die bei den Selbstportraits eingestellt war. Thats it! Ich habe ja in erster Linie Beleuchtungsversuche gemacht und der Rest kam beim Betrachten der Bilder am PC
      PS: Die Linse ist nur MF, wenn MF an der Kamera eingestellt ist. Die Linse nutzt den Stangen-AF der D200 (und allen anderen Nikons mit eingebautem AF Motor)

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