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Im Zulauf : Jinbei DM-250, Softbox und Zubehör

Lange habe ich hin- und herüberlegt, das Für und Wider ab gewägt und mich nun dazu entschlossen, mir etwas Studioequipment in Form von Blitzen und Lichtformern zu zulegen.In einem anderen Artikel habe ich schon mal meine Gedanken schweifen lassen. Nun habe ich jetzt einen Blitz bestellt (samt Lichtformer), aber nicht den von der Sambesigroup.

Die Wahl viel auf einen chinesichen Hersteller, der auf den Namen Jinbei hört, und zwar das Model DM-250.

Jinbei DM-250

Die technischen Details in Kürze:

  • Preis : 99€
  • Leistung : 250Ws
  • Leistungseinteilung : 1/1 – 1/16 (entspricht 4 Blenden)
  • Bereitschaftsanzeige per Piepton (war mir wichtig)
  • Bajonett-Anschluss : Bowens kompatibel (Vorteil bei Lichtformern : man ist nicht an den Hersteller gebunden)
  • Abbrennzeit : 1/1200 Sekunden
  • werkzeugloser Wechsel von Einstellicht und Blitzröhre
  • integrierte Fotozelle für Slaveauslösung (abschaltbar)

Nachteile:

  • Einstellicht nicht regelbar, sondern nur an/aus
  • Ladepiep nicht abstellbar

Warum ein Blitz aus China?
Ganz einfach, weil der finanzielle Einsatz im Rahmen bleibt. Und schaut man sich die Markenhersteller in den unteren Modellserien (bis 300€) an, so bieten die auch nur Fernost-Ware an (behaupte ich mal). Geht das Teil mal kaputt (soll ja passieren, grad wenn man Kinder hat) ist nicht gleich ein halbes Monatsgehalt weg. Und da ich das Teil nicht beruflich brauche, kann ich durchaus mit Einschränkungen leben.

Warum Jinbei?
Klar, der Preis ist einer der Hauptfaktoren, der mich zu dieser Firma „getrieben“ hat. Aber da ich ungern (selbst wenn es nur 100€ sind) Geld verbrenne, ist es von Vorteil, wenn die Blitze schon einmal jemand benutzt hat und Erfahrungen vorliegen. Durch eine kurze Recherche bei Google landete ich so in einem Thread im DSLR-Forum, wo eigentlich nur gutes über die Firma und deren Blitze geschrieben wird.

Warum keine Aufsteckblitze?

  • Ich habe schon genug davon 😉
  • brauchen Akkus
  • kein „barebulb“ Betrieb möglich (nur die nakte Röhre schaut raus, ohne Reflektor)
  • je nach Hersteller/Modell nur max ca. 100Ws bei voller Reflektor-Zoomstellung (sehr eng gefächerter Lichtkegel)
  • Benutzung von den meisten Lichtformern nur mit Adapter (Flash2Softbox etc) möglich

Warum Studioblitz? Und warum erstmal nur einer?
In erster Linie möchte ich mich wieder mehr der „OneLight“ Fotografie a la Zack Arias widmen und dafür braucht es einfach etwas mehr Power (grad wenn SoBos mit zweiten Diffusor o. Dish mit Wabe im Spiel sind). Falls mal ein Haarlicht o. Spot für den Hintergrund ins Spiel kommen sollte, kann ich ja immer noch einen SB-24 mit Snoot nehmen. Ansonsten muss die ganze Anschaffung nebenbei vom Preis her noch Ehefrau-Kompatibel bleiben 😉

Da es Jinbei in Deutschland nicht gibt (habe zumindest keinen Shop gefunden), habe ich mich im EU-Ausland umgeschaut und bin in NL fündig geworden. Vorteil : Ein Ladengeschäft (die haben insg. drei, eins davon in Belgien) von denen liegt ca 200km entfernt von meinem Wohnort. Keine Strecke, die ich nicht fahren würde, wenn ich mal ganz eillig etwas brauche 😉

Natürlich habe ich den Blitz nicht „nackt“ bestellt, sondern noch ein wenig Zubehör mit in den Warenkorb gepackt.

  • Einen Standart (M)-Reflektor (der Blitz kommt „bare bulb“, also ohne jederlei Lichtformer. Die Bilder sind da etwas irreführend, da mit Reflektor abgebildet)
  • Einen „Paraplu“ Reflektor – etwas kleiner im Durchmesser und Abstrahlwinkel als die „M“ Version, für die Beleuchtung eines Schirmes gedacht
  • Eine 90x60cm Softbox von Jinbei, Typ K – Das besondere an dieser Softbox ist der Aufbau-Mechanismus, der einem Reflektorschirm ähnelt. Also nur kurz die SoBo „aufschieben“, die beiden Diffusorstoffe vor und los gehts (Ähnlich der 28″ Apollo Softbox von Westcott). Grad draussen ein großer Vorteil, wenn man nicht mit einzelnen kleinen Spannstangen rumhantieren muss.
  • Zwar von Ebay und nicht vom Holländer : Ein Beauty Dish (40cm Durchmesser) mit Wabe für den Preis von 40€. Das Teil ist bereits hier und macht einen solide verarbeiteten Eindruck. Wenn ich mir die Preise von anderen Dishes + Wabe anschaue, ist man schnell bei 100€ – durchaus ein Schnapper wie ich meine.

Jetzt heisst es nur noch abwarten bis das Paket aus NL kommt, und dann bin ich schon einen großen Schritt weiter. Vorfreude ist angesagt 😀

23 Gedanken zu „Im Zulauf : Jinbei DM-250, Softbox und Zubehör

  1. Machst du wenns kommt den Strobist-Test (manuell einstellen, 10 Aufnahmen in Folge, gucken ob Belichtung und Farbe gleichmässig ist)?

    • Also zum Thema Belichtung (wenn du die Leistung meinst): In dem von mir verlinkten DSLR-Thread hat einer mit einem Gossen Belichtungsmesser nachgemessen. Maximale Abweichung 1/10 Blende (was mehr als ok ist denke ich) – siehe http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=6213085&postcount=10
      Wie kann ich das mit der Blitzfarbe messen? Sehe die Farbe aber weniger kritisch, da ich ja eh nachträglichen WB mache. Habe aber bis jetzt noch nichts gehört, das die Jinbeis Farbdrifts hätten…

  2. Hört sich sehr gut und vielversprechend an. Irgendwann werde ich mich auch mal um so etwas kümmern… 🙂 Kann aber noch eine ganze Weile dauern.

    Grüße
    Dennis

  3. Bin auf Bildergebnisse gespannt. Ich nehme an, dass du ihn nur indoor verwendest? Oder habe ich die Angabe eines Akkupacks überlesen?

    gruß hAnnes

  4. Auf den Blitz will ich nicht eingehen, aber mit der Nennung eines anderen Faktes möchte ich mich unbeliebt machen:

    Lichtformer =! Lichtformer. Verarbeitung ist da nur 1 Faktor, viel wichtiger finde ich aber noch, daß jeder Lichtformer eben auch ein anderes Licht macht (auch, wenn sie gleich heissen!).

    Gute Lichtformer (besonders Metallreflektoren) sind genau auf die Blitze eines Herstellers gerechnet und erzielen damit ein kontrolliertes, genaues Ergebnis (sprich: es sieht genau so aus, wie es soll und unterschiedliche Former machen auch unterschiedliche Ergebnisse). Ähnlich wie Objektive für Kameras gerechnet werden.

    Bei einem billigen Lichtformer reicht das Budget für sowas gar nicht aus (das kennt man doch auch von Billig-Objektiven…).
    Das Ergebnis ist so ähnlich wie Holzreifen am Auto: Es rollt zwar, aber schön is es nicht. 😉

    • Warum solltest du dich unbeliebt machen?
      Ich will ja gar nicht bestreiten, das deutlich mehrpreisige Studioblitze ein (wenn man im System bleibt) Rundum-Sorglos-Paket ergben. Aber wie gesagt, das hat seinen Preis. Auf der anderen Seite habe ich einfach nicht den Anspruch wie du.
      Du vertrittst hier klar den Profi-Bereich, der damit seinen Broterwerb bestreitet. Für mich ist es Spaß an der Freude und ich sehe das P/L Verhältnis. Mag sein, das die Lichtcharakteristik in deinen Augen suboptimal sein wird, aber ich denke das ich damit leben kann.
      Die Firma baut aber schon seid mitte der 90er Jahre Studioblitze (verwenden auch deutsche Blitzröhren) und ich denke schon, das sie sich auch Gedanken machen. Das sieht man schon an der Blitzabbrennzeit, die deutlich schneller ist als die gleichpreisiger (und namenhafter) Konkurrenz.
      Ich lasse mich mal einfach überraschen 🙂 Wenn ich eines Tages zu viel Geld kommen sollte, werde ich mich aber auch nicht gegen Hensel o. Prophoto sträuben 😀

  5. Ich bin seid heute auch stolzer Besitzer einer Jinbei Blitzanlage und muss sagen für das Geld das ich dafür gezahlt hab hätte ich im Profibereich nur einen Blitz bekommen von daher bin ich damit sehr zufrieden, kar ist das keine Profi Ausrüstung aber für mich als kleines Hobbyfotograf ist das mehr als ausreichend.

  6. Hi Daniel,
    herzlichen Glückwunsch. Zum einstieg in die Studiofotografie sind die Teile wirklich gut. Ich habe mir vor 2 Monaten das Porty-System von Jinbei (goldenshell.com.cn). für ~400 Euro bekommt man da ein wirklich klasse System. Gerade die Komptabilität mit dem Bowens-Bajonet ist da sehr cool. Ich habe vorgestern neue Fotos von mir gemacht – mit nur einem Licht. Ich habe da die 60×90 Softbox verwendet.
    http://www.fotowusel.de/site/2010/05/26/das-bin-ich/

    Viele Grüße und viel Spaß damit
    Markus

    • Hallo Markus,
      Ja das hatte ich auch schon im Auge, vom P/L mit Sicherheit eine sehr gute Wahl, hast das große System (optisch wie Walimex?)
      Habe die Fotos schon gesehen, gefallen mir. Auf jeden Fall schaust du mal freundlich – dein altes FB Bild sah ja mehr nach Hooligan aus 😉
      PS: Man kann extrem viel mit nur einem Licht machen. Zack Arias ist da ein sehr gutes Beispiel. Auf seinen OneLight Workshop hätte ich auch mal richtig Lust 😀

  7. Auf was genau zielst du eigentlich? Möchtest du die Sonne wegblitzen oder willst du nur die Reserven haben falls es vom Licht nicht mehr reicht?

    Bei Portrait indoor benötigt man die Leistung oftmals nicht bzw. ist es schon zuviel sodass du mit Graufiltern etc arbeiten musst.

    Ich hab mir im übrigen auch heute die Westcott bestellt, sollte event. schon Ende der Woche ankommen, bin sehr gespannt über diese „Wundertüte“.

    • Generell. Das Teil soll schon Power haben, um damit auch z.B. ne Softbox mit Innendiffusor (nimmt ja schnell 1-1,5 Blenden weg) kompensieren zu können. Ob es gegen die Sonne reicht, wird sich zeigen. Wenn es klappt, werde ich mich nicht beschweren 😉
      Auch verspreche ich mir vom Einstelllicht weniger probierei und schnelleres „auf den Punkt“ kommen.
      Bin auf einen Testbericht gespannt. War die 28″er, richtig? Die Jinbei ist vom Aufbau ähnlich (auch wie ein Schirm aufklappbar), nur eben 60×90 (sollte hochkant aber auch gut für Personen gehen)

  8. Also eine 70cm Softbox (insbes. die faltbaren) nimmt etwa 1 Blende an Licht weg, finde das ist okay. Kritisch wirds z.B. bei der großen Westcott 50″ (1,2m!), hierbei werden etwa 2-2,5 Blenden gefressen – das ist ne Menge wenn man nicht gerade einen SB900 oder 580EXII hat.

    Ich weiß noch nicht ob ich einen Testbericht schreibe, werde das Ding kurz ablichten und eine allgemeine Neuigkeit verfassen. Die Bilder werden dann zeigen ob die Box was taugt.

    Bin wirklich mal gespannt ob du dir noch einen Akku gönnst und das Ding als Porty nutzt. 🙂 Ich werfe immernoch ein Auge auf den AB800+Vagabond, preislich okay, nur ob man das dann auch nutzt… wohl eher nicht. ^^

    • Also 2-2,5 Blenden sind auch für nen 900er ne Menge Holz….. Aber 1,2m ist schon was „für große Jungs“. Zack Arias nutzt das Teil ja viel mit dem AB1600, aber auch mit den kleinen Aufsteckblitzen (zumindest nicht gegen die Sonne)
      Das die 50″ was taugt, zweifel ich keine Sekunde an, wird sich halt wie ne 120er Octa verhalten, nur schneller aufgebaut 😀

      Vagabond ist immer gut 🙂 – Ansonsten, lass dich überraschen. Mein Paket aus NL sollte bald ankommen 😉

      • Ja, die wird schon super sein, denke aber das ist für den Hobbieisten zu viel des Guten. ^^ In solchen Dimensionen sollte dann schon etwas finanzielle Unterstützung wieder in die Kasse kommen.

        Finde die AB+Akku preislich um einiges attraktiver als z.B. die Einsteigersets von Elinchrom etc.
        Mein nächster Schritt wird sicherlich eine Kamera mit 1/250s Xsync sein, eventuell D2Xs oder D300, mal schauen.

      • Aber nicht nur wg der XSync, oder?
        Schau dir mal den aktuellen Porty/XSync Film vom Calvin auf Youtube an, geht bestimmt mit auch mit deiner Nikon. Ansonsten geht ja auch ne D40 /D70 mit XSync von 1/4000 😀

      • Nein, das klappt so nicht. Zum einen funke ich komplett, habe einen Sender auf der Kamera, weder TTL noch HSS wird übertragen, ergo bin ich an die xsync gebunden, zum anderen bringt es mir nix, wenn der Blitz in der Softbox steckt, dann würde er vom Master (interner D80-Blitz) nicht angesprochen werden (darum ja auch Funk). Beim Porty ist das etwas anderes: der Kollege löst dort via Fotozelle am Akkupack aus. Bin mir garnicht sicher ob das jeder Akku hat, sicher nur die höherwertigen.

        Wenn ich Offenblende fotografieren möchte, verwende ich Graufilter, das geht eigentlich prima, muss nur den Weißabgleich anpassen (wird etwas bläulicher).

        Thema Xsync: ich bin mit der D80 sehr zufrieden, wünsche mir aber eine kürzere xsync. Oftmals hab ich aber nicht genug Platz, kann also die Distanz der Blitze nicht ins unendliche variieren, oder aber ich bekomme outdoor den Hintergrund nicht geregelt… irgendwas überstrahlt dann immer. Eventuell wieder mit Graufilter hantieren… nun ist ab dem Punkt aber wieder das 80-200, welches ich mit mind 1/200s halten möchte, im Weg. Du siehst: kein Weg dran vorbei…. ^_^

        Muss das aber noch entscheiden, ob D300(s) oder D2x(s). Beide liegen preislich gleichauf.

      • Dann würde ich warten und ne D700 o. gar D3 umsteigen. Sonst lohnt sich der Umstieg nicht wirklich (hatte die Thematik ja selber durchgekaut)….

      • Ich wechsel nicht auf Vollformat, das hat für mich keinen Sinn. Ich bleibe bei DX, aus Überzeugung und wegen der Objektivkosten.

        Eigentlich warte ich auf ein Videoupdate bzgl D300s… sodass man eventuell bald manuelle Funktionen hat, dann wäre ich glücklich. 😉

  9. BIn gerade auf deinen Beitrag gestoßen und wollte mal horchen,ob Du nun nach 1/2 Jahr mit dem Jinbei Blitz zufrieden bist?
    Würdest Du ihn wieder kaufen?

    • Hallo Sandra,
      ein ganz klares JA! Bis jetzt bin ich rundum zufrieden und der Jinbei hat bereits Gesellschaft aus gleichem Hause bekommen. Dazu sind auch noch einige Lichtfromer wie z.B. ne 140cm Octa (noch nicht getestet) hier eingetrudelt… Reicht das als Antwort ??? 😉

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