35mm Vollformatkamera für Kinofilme

Ich hatte ja schon einmal einen Artikel geschrieben, in dem das fotografische Auge immer besser (aber auch anspruchsvoller) wird….

Extrem geringe Schärfentiefe – DSLR Video ?

Gestern abend habe ich den Film „Gamer“ gesehen (so la la, nichts was man gesehen haben müsste), wo teilweise mit extrem wenig Schärfentiefe gespielt wird. Mein erster Gedanke „Video mit DLSR a la letzte Folge von Dr. House?“
Also fix zu Wikipedia und mal nach dem Film geschaut – und siehe da, der Film wurde mit einer so genannten „RED“ Kamera aufgenommen.

Red Digital Cinema Camera Company

Dreh und Angelpunkt der RED Kamera ist ein 35mm CMOS Chip mit 12 Megapixeln, also den Vollformatkameras von Nikon und Canon (EOS 5D) ähnlich. Liest man ein wenig weiter, wird der gedrehte Film direkt in einem komprimierten RAW Format auf CF Karten oder Festplatten gespeichert.
Bajonettadapter für gänge Objektive von Canon, Nikon etc runden das Bild ab und ermöglichen den Anschluss unterschiedlichster Objektivtypen.

Das Kamerasystem ist mir neu, zeigt aber deutlich den Weg den das Kino (neben 3D) gehen wird. Liest man sich den Wikipedia Artikel zur RED Kamera durch, stellt man fest das auch bereits namenhafte Regisseure (z.B. Peter Jackson) dieses System benutzt haben und davon begeistert sind.

Ich freue mich auf jeden Fall auf zukünftige, mit diesem System „gedrehten“ Filme

2 Gedanken zu “35mm Vollformatkamera für Kinofilme

  1. Die Red ist keine neue Erfindung, es gibt sie schon recht lange. Der Vorteil an ihr: sie nimmt eine Art RAW-Video auf, welches eine Menge Bearbeitungsspielraum (ähnlich wie eine RAW-Bearbeitung eines Fotos) zulässt.

    35mm sind die kleinsten. Arri legt in der Hinsicht aber die Messlatte noch höher, hier wird mit 65mm gearbeitet, dann aber auf Film. Für Hollywood ideal, für Amateure unerreichbar. Besser so. Zeiss hat speziell für Arri und Red eine eigene Objektivpalette hergestellt, Kostenpunkt für 8 Objekitve: 120’000$ 🙂

    • Na was heisst neue Erfindung, sie kam 2007 auf den Markt und ist noch relativ jung. Was aber neu ist, ist eben die Art, wie sie aufnimmt. Die 65mm lass ich nicht gelten, da Film 😉 Aber selbst mit 35mm ist die Schärfeeben schon (bei entsprechender Blende) brutal klein…

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