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Batteriegriff ? – Gern, aber nicht immer!

Im Juli (wie die Zeit vergeht) berichtete ich über meinen neu gekauften Batteriegriff für meine EOS 5D und genau eine Woche später folgte ein Artikel über die Stromversorgung des Bodys mit Eneloops. Ich berichtete sehr euphorisch über den Einsatz von Eneloops im DSLR-Body und wollte gar nicht mehr zu den Systemakkus zurück.

Mittlerweile habe ich wieder 3 Systemakkus* für das Kameragehäuse und bin ehrlich gesagt auch mal froh, das ich den Batteriegriff abnehmen kann.

Ein Batteriegriff (grad in Verbindung mit AA Batterien / Akkus) hat auch Nachteile :

Die Vorteile bei Benutzung von Mignonbatterien oder Akkus hatte ich ja bereits im „Canon EOS 5D meets Sanyo Eneloops“ Artikel erwähnt. Das Ganze hat aber auch Nachteile :

  • die System-Funktion des Spiegelhochklappens (für die Reinigung des Sensors) ist bei der Benutzung von Mignonbatterien oder Akkus ausgegraut. Hier verlangt die Kamera einfach nach nem „richtigen“ Akku – warum und wieso, weiß wahrscheinlich nur Canon, aber ärgerlich ist das schon. Ist  kein Nachteil für den Batteriegriff (dieser nimmt ja in der Regel auch Systemakkus auf) aber einer von Mignonbatterien, -akkus und Eneloops.
  • Da die Eneloops / Akkus / Mignonbatterien keinen Infochip haben, ist die (eh schon sehr schlechte) Batterieanzeige der 5D noch mieser. Sehr schnell wird nur noch ein Balken angezeigt – dieser hält dann aber richtig lange, vorhersehen lässt sich so ein Batteriewechsel jedoch nicht
  • Stichwort Größe : Die 5D wächst (vom Gewicht und den Abmaßen her) einfach enorm mit einem Batteriegriff – und manchmal sind diese Nebeneffekte einfach unerwünscht. Ich habe bis jetzt schon einige Situationen gehabt, bei denen mir die 5D mit Batteriegriff zu groß und schwer war, z.B. auf einer Weihnachtsfeier oder aber im Indoorspielplatz (genauer im Kletterturm).  Grad in Verbindung mit ner Reportagelinse wie meinem EF 35mm 1:2,0 fällt bzw.  trägt das Gehäuse mit Extrapower zu sehr auf.

Wie so oft liegt also die Wahrheit in der Mitte – mit Batteriegriff ist toll, ohne aber auch – es ist einfach alles eine Frage der Situation und Anwendung.

PS: Eines fällt aber sofort auf, wenn man den Batteriegriff entfernt: Die Kamera neigt (bei kleinem Objektiv) hinten über zu kippen. Der Schwerpunkt mit Batteriegriff ist eindeutig besser!

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6 Gedanken zu „Batteriegriff ? – Gern, aber nicht immer!

  1. Bei meiner D700 funktioniert das mit den Akkus und dem Batteriegriff etwas anders wie mir scheint. Ich habe einen Akku in der Kamera und einen im BG. Wenn einer der Akkus leer wird schaltet die Kamera automatisch auf den jeweils anderen um. Dazu sei aber auch gesagt, dass ich die originalen Akkus verwende.

    Von der Haptik her ist die Kamera mit dem BG einfach komplett anders. Der rechte Handballen stützt die Kamera zusätzlich und die Vorteile des Hochformatgriffs muss ich auch kein Wort verlieren denke ich. Und trotzdem schraube ich den BG auch gerne mal ab. Einfach weil die Kamera mit Griff einfach ein richtiger Klopper ist – was einfach auch von Nachteil sein kann. Insbesondere bei kleinen Linsen oder wenn man mal nicht gleich so auffallen will. Was letztes angeht so bin ich noch auf der Suche nach einer kleinen Reportagekamera, die man immer dabei haben kann. Die M9 von Leica wäre da ein Traum….. 😉

  2. An meiner D90 habe ich auch oft ein Batteriegriff Natürlich ist die Schwerer. Das hat aber auch den Vorteil, dass die Kamera etwas ruhiger ist, also eine kleine Bildstabilisation. Wenn ich aber mit Stativ fotografiere habe ich es nicht dran weil es nicht so verwindungssteif ist. Aber sein wir doch mal ehrlich, so ein Teil wehrtet die Kamera optisch ganz schön auf 🙂 .

  3. Ich hatte mal kurz einen Batteriegriff, und mir war das einfach viel zu klobig und unhandlich, hab ihn dann wieder verkauft.
    Ist halt Geschmacks- und vor allem Gewohnheitssache.

  4. Benutze keinen originallen BG von Canon an der 5DII, aber dafür bleibt meiner zu 95% dran. Nicht, weil es so viel Praktischer ist, sondern weil ich den Trageriemen so eingefädelt hab, dass er unten am BG festgemacht ist und somit eine feste Schlaufe bietet, in die man dann die Hand reinstecken kann. Quasi eine integrierte Handschlaufe, ohne zusätzliches Equipment. Nachteil ist wie gesagt, dass ich den BG immer dran lassen muss.

    Dein Einsatz von Batterien habe ich jetzt nur im Ausnahmefall gehabt. Ansonsten ein bis zwei Original Akkus.

    Ich glaube, die Spiegelverrigelung ist aus simplen Schutz abgeschalten. Batterien sind halt nicht so zuverlässig, und ein herunterklappender Spiegel ist wohl das Letzte, was man braucht. Vor allem, wenn dann noch der Pinsel in der Kamera steckt…

  5. Ich hatte mir beim kauf der 7D fest vorgenommen diesmal keinen Batteriegriff zu kaufen! Da ich aber sehr große Hände habe habe ich mir nach drei Versuchstagen
    den Meike Griff bestellt (37 €) und der tut und tut. Außerdem trage ich die Kamera
    auch gerne mit der Handschlaufe. ohne Trageriemen was ich als sehr sicher empfinde wenn ich mich bewegen oder auch mal laufen muss weil die Kamera einfach perfekt
    unter Kontrolle ist wenn ich durch Menschengruppen durch muss oder am ausgestreckten Arm auch ohne mit den Fingern festzuhalten einfach sicher hängt. Ich habe die Cannon Handschlaufe allerdings mit alten dickeren Trageegurten versehen und mit einem festeren Lederstück unterfüttert um den Druck besser zu verteilen.
    Die Kamera ist wie angewachsen und liegt viel ruhiger in der Hand. Ich habe auch versucht mich mit kleineren Systemen anzufreunden aber das haut von der Haptik einfach nicht wirklich hin. Fazit: große Hände brauchen einen großen Griff.
    Übrigens danke für die schöne Webseite und die guten Tipps.

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