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Bildbearbeitung mit Faststone Image Viewer

[singlepic id=543 w=160 h=120 float=left]Bereits seid (gefühlten) Ewigkeiten benutze ich den Bildbetrachter „Image Viewer“ der Firma Faststone. Das tolle an dem Programm (neben den zahlreichen Programm-Features) ist der Preis, denn für Privatanwender ist die Software kostenlos.

Faststone Image Viewer

Hab ich den Image Viewer anfangs tatsächlich nur als Bildbetrachter benutzt, bietet er mittlerweile die Möglichkeit, einen Stapel an Bilder in einem Rutsch (als Batch) abzuarbeiten. Diese Bearbeitung kann was einfaches sein, wie z.B. umbenennen von markierten Fotos inkl Vergabe einer laufenden Nummer bis zur komplexen Stapelarbeit die aussehen könnte :

  • Fotos auf 800×600 reduzieren ohne das Seitenverhältnis zu ändern
  • Aufhellen der Fotos
  • obligatorisches Nachschärfen nach der Reduzierung der Auflösung
  • Einfügen eines Wasserzeichens
  • Rahmen hinzufügen
  • ….

Bis jetzt gab es auch ein paar simple Boardmittel, um die wichtigsten Parameter eines Fotos ändern zu können wie Helligkeit, Kontrat, Gamma, Zuschneiden (Croppen), Sättigung (auch der einzelnen RGB Kanäle). Wer händisch Texte und Formen oder Pfeile händisch hinzufügen möchte, kann das mit dem internen Grafikeditor (im Programm „Zeichenbrett genannt) machen

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Anfang des Jahres kam jedoch ein massives Funktionen-Update hinzu, welches den Bildbetrachter von Faststone schon fast zur (schnellen) Bildbearbeitung mutieren lassen.

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Das Programm bietet nun zur Bildbearbeitung eine echte Gradationskurve, Tonwertkorrektur und eine Schatten/Lichteranpassung. Die Features sind nicht überladen und intuitiv bedienbar. Hinter dem Programmpunkt „Schärfen/Weichzeichnen“ versteckt sich ein vollwertiger USM Filter, der seinen Job in meinen Augen sehr gut macht.

Ein weitereres, wichtiges Feature ist der hinzugekomme Kopier- / Reparaturfilter (Spot-Repair), welches dem Nutzer eine schnelle Möglichkeit bietet, Sensorflecken etc zu entfernen.

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Faststone´s „Image Viewer“ bietet natürlich noch viel viel mehr (z.B. Fotos direkt in ein PDF Dokument exportieren), das aber alles aufzuzählen wäre mehr als müßig und viele kleine Features endeckt man erst nach und nach.
Darüber hinaus ist und bleibt „Image Viewer“ ein mächtiger und schneller Bildbetrachter, welcher im Vollbildmodus die Exif Daten anzeigt (Maus zum rechten Bildrand schieben), die Bildbearbeitungsfunktionen zeigt (linker Bildrand), den Bildbrowser einblendet (oberer Bildschirmrand) oder aber den Navigator öffnet (unterer Bildschirmrand)

FAZIT Faststone Image Viewer

Ich kann dieses kleine Programm nur empfehlen. Es ist ein schlanker Bildbetrachter, der fast alle Formate lesen kann und darüber hinaus durchaus für die schnelle Foto-Korrektur dank Gradationskurve, Tonwertkorrektur, Reparaturpinsel und USM Filter geeignet ist. Eigentlich das perfekte Tool für Fotos aus dem Styrocube, ohne langwieriges Warten auf Photoshop oder vorheriges importieren in einen Lightroom Katalog.

Am besten einfach mal downloaden und selbst überzeugen 🙂

6 Gedanken zu „Bildbearbeitung mit Faststone Image Viewer

  1. Kommt immer auf den eigenen Anspruch an. Wir haben uns vor etwa 1 Jahr eine CreativeSuite zugelegt und nutzen diese auch, da ist kein Platz für andere Programme. 🙂

      • Professionell fotografieren, professionelle Ausrüstung benutzen, professionelle Bildbearbeitung anstreben, und am Ende mit einem kostenlosen Programm arbeiten? Irgendwie passt das nicht ganz… 😀

        Darum sag ich: kommt auf den eigenen Anspruch an.

    • Nur weil ich etwas vorstelle (es lesen ja auch durchaus viele Anfänger mit die ggf keine 250€ für LR ausgeben wollen) heisst das ja nicht das ich den Image Viewer auch 100% nutze. Aber für ein schnelles Produktfoto aus dem Styrocube schmeiß ich aber weder PSE noch LR an.
      Und „schnell“ mal ein paar JPGs sichten ist weder mit LR noch mit PS möglich.

      Sicherlich ersetzt die von mir vorgestellte Software keine „richtige“ Bildbearbeitung, soll es ja auch nicht. Abgesehen davon würde ich kostenlos nicht automatisch mit minderwertig gleichsetzen.

  2. Obschon der Viewer Gratis ist habe ich die Software gekauft.
    Dies weil ich von diesem Programm einfach überzeugt bin.
    Schnell und einfach aber mit allen nötigen Funktionen.
    Vor allem funktioniert der RAW – Import auch bei CR2 Formaten
    was bei der Konkurenz nur über Plug – ins zu erreichen ist.
    Wohlbemerkt soll darauf hingewiesen werden dass diese
    Programme in Aktueller Version recht Teuer sind.
    Ergo: Nicht Besser, nur Teurer.

  3. Ich benutzte den Viewer auch anfänglich nur zum schnellen sichten, aussortieren und vergleichen (Super markieren und „P“ …), inzwischen fast nur noch. Inzwischen „.jpg“ damit verknüpft, nach anklicken einer Bilddatei ist kein anderes Programm so schnell offen. Sortierte Namensänderungen über F2, Konvertieren F3, schnelles kopieren mit C,C und verschieben mit M,M markierter Bilder usw. einfach Spitze, erschliessen sich immer mehr Möglichkeiten. Ruckzu hat man von SD-Karte seine Bilder in Ordner gelegt. Ein Horror, wenn ich nur an den Organizer von PSE9 oder auch PSE10 denke, nicht mal automatisches aktualisieren eines Kataloges ist da erträglich. Kein durchblättern bei der Bearbeitung usw. Und Nikon CNX (schade um das Geld, jede Datei muss man einzeln laden und umständlich konvertieren) und VNX können auch nur immer etwas, aber kaum sinnvoll handelbar. Und mit CNX bearbeitete Bilder, eigentlich nur noch Objektivkorrekturen, kann man dann nicht mal mehr mit VNX weiterbearbeiten, ätzend. Inzwischen mache ich selbst aus .NEF da die .JPG und mit „Schatten und Lichter“ u.v.a. Funktionen kann man zu 95% aller Bilder abarbeiten. Nur „Autofarbe“ ist nicht so toll. Wünschen würde ich mir noch das automatische speichern bearbeiteter Bilder beim weiterblättern, wie in Picasa um später dann alles zusammen speichern.

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