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Rezension : Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph

Schon länger habe ich das Buch vom Fotografen und Blogger-Kollegen Patrick „Paddy“ Ludolph hier liegen welches darauf wartete, von mir rezensiert zu werden. Patrick ist in der Fotografen-Szene sicherlich kein Unbekannter und sein Seite Neunzehn72.de gehört zu den meistbesuchten fotorelevanten Blogs im deutschsprachigen Raum.

Schaut man mal bei Amazon, so gibt es viele Bücher über Adobe Lightroom – warum also noch eines auf dem Markt bringen?
Der Untertitel des Buches („Ein Praxisguide zur Bildbearbeitung“) deutet schon an, wohin die Reise gehen wird. Kein umfangreiches Kompendium oder dröges Abhandeln von einzelnen Funkionen, sondern ein Nachschlagewerk vom Praktiker für Praktiker.

Mein Lightroom Alltag – Ein Praxisguide zur Bildbearbeitung

(C) Amazon
Das Buch gliedert sich in 9 Kapitel, mit Anhang und Index kommt es auf 210 Seiten.

Kapitel 1 – Vorwort

Nun gut, was soll man sagen, ein Vorwort ist ein Vorwort ist ein Vorwort…. Der Leser erfährt, das nicht jede Funktion von Lightroom angesprochen wird sondern nur die, die der Autor auch selber nutzt.

Kapitel 2 – Einige Lightroom-Basics

Paddy erklärt, wie Lightroom Fotos organisiert und ob man RAW oder DNG als Dateiformat nutzen sollte. Es wird erörtert, was ein Stapel ist, was Solomodus bedeutet und warum virtuelle Kopien Sinn machen. Das Tethering-Shooting (einstellen und auslösen der Kamera mit Lightroom) wird auch angerissen.

Kapitel 3 – Die Lightroom-Bibliothek

Am Anfang des typischen Lightroom-Workflows steht der Import und die Katalogisierung der Fotos. Dieses Kapitel beschreibt, wie man an diesen grundlegenden Arbeitsschritt rangehen kann und wie man zuügig die schlechten Fotos aussortiert. Das taggen (Stichwortvergabe) sowie die Sortierung der Fotos werden auch angesprochen.

Kapitel 4 – Entwickeln – das Herz von Lightroom

Kapitel 4 darf als Schwerpunkt des Buches gesehen werden und fällt mit 76 Seiten auch entsprechend umfangreich aus. Ich möchte dem Buch nicht vorgreifen, aber alle relevanten Funktionen des Entwickeln-Moduls werden angesprochen und umfangreich erklärt. Der Leser merkt schnell, das Patrick Ludolph zwischen den ganzen Reglern, Shortcuts und Funktionen zu Hause ist und Lightroom nicht erst seid 2 Monaten benutzt.
Hier kommt auch das in Kapitel 1 angesprochene Praxisprinzip zum tragen : die Einstellungsmöglichkeiten  werden nicht stumpf abgearbeitet, sondern passend bebildert und umfangreich erklärt.

Kapitel 5 – Best of Presets

Wäre Lightroom auch ohne seine Preset-Funktion so erfolgreich am Markt? Ich behaupte mal nein. Patrick bietet schon seid langer Zeit Lightroom-Presets auf seiner Homepage zum kostenlosen Download an. Es werden kurz die Installation und der Umgang mit Presets angesprochen, der Hauptteil dreht sich um die auf der beigefügten CD vorhandene Presets.
Dem Buch liegt eine CD bei, auf der 21 Presets von Patrick zu finden sind – 18 davon werden in hier angesprochen und erklärt, darunter auch sechs für die Schwarz/Weiß Konvertierung

Kapitel 6 – Drucken

Die beste Entwicklung bringt nichts, wenn man das Ergebnis nicht entsprechend in Szene setzt. Und da viele Lightroom-Nutzer ihre Werke auf dem heimischen Drucker „ausbelichten“ , liegt es nahe dem Druckmodul ein eigenes Kapitel zu widmen. Neben der optimalen Vorbereitung der Fotos auf den Druckvorgang werden vom Autor die Drucklayouts angesprochen.

Kapitel 7 – Plugins für Lightroom

Lightroom kann über Plugins um diverse Funktionen erweitert werden. Patrick stellt die Lightroom Plugins für Geotagging (Einbinden von GPS Ortsdaten in ein Fotos), Flickr und Timelapse-Videos (= Video, das aus vielen einzelnen Fotos zusammengesetzt wurde) vor.

Kapitel 8 – Zugabe – ein paar Extra-Tipps

Der Autor verrät drei kleine Kniffe, die den Lightroom Alltag vereinfachen können : Wie man die Uhrzeit von Fotos nachträglich korrigieren kann, Lightroom und Grafiktabletts sowie die schnelle Farbauswahl mittels Pipette (wie man es von Photoshop kennt)

Kapitel 9 – Schlusswort

Sollte selbsterklärend sein 😉

Soweit zum Inhalt des Buches.

Mein Fazit zum Buch „Mein Lightroom Alltag – Ein Praxisguide zur Bildbearbeitung“ von Patrick Ludolph

Ist das Buch eine Empfehlung wert? Klar, es ist mit eines der besten Lightroom-Bücher, die momentan erhältlich sind.
Indem sich Patrick Ludolph auf das Wesentliche konzentriert gelingt eine praxisnahe Beschreibung der vielen kleinen und großen Funktionen von Adobe´s Lightroom. Grad den zwei Hauptaufgaben von Lightroom – katalogisieren und entwickeln von Fotos – wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Viele Fotos sorgen für eine gelungene Veranschaulichung der Möglichkeiten, welches das Programm bietet.
Wer schon ein gutes Lightroom-Buch hat (zB von Scott Kelby), der sollte vor dem Kauf in „Mein Lightroom Alltag“ mal reinschauen. Wer allerdings noch kein Buch zum Thema hat, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

 

PS : Als kleines „Goodie“ liegt dem Buch eine DVD bei.

Die DVD bietet neben einer dreissigtägigen Demoversion von Adobe Lightroom 3 (für Mac und Windows PC) ein praktisches PDF mit allen wichtigen Tastaturshortcuts zum ausdrucken (ebenfalls für die Mac und Windows Version).
Für die Praxis gibt es noch 21 Presets „made by Paddy“, die auch in Kapitel 5 näher besprochen werden sowie 27 einfach nachvollziehbare Videotutorials.

Das Buch ist im mitp Verlag erschienen, kostet 29,95€ und gibt es z.B. bei Amazon.

 

3 Gedanken zu „Rezension : Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph

  1. Hört sich gut an, dass Buch (und über LR kann man nie genug wissen) – ich werde auf jeden Fall mal reinschnuppern 🙂

  2. Pingback: Buch Rezension : Wo sind meine Fotos von Sam Jost - Test Erfahrungen Review | blog.sag-cheese.de

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