Endlich mein : Panasonic Lumix DC-GH5

Endlich ist es soweit… nach einer gefühlt unendlichen Wartezeit halt ich nun “meine” Lumix DC-GH5 (so der richtige Name), das neue Micro Four Thirds Flagschiff aus dem Hause Panasonic in den Händen. Wir erinnern uns : die GH5 wurde auf der Photokina 2016 das erste mal gezeigt, im Januar diesen Jahres dann offiziell mit den technischen Daten vorgestellt.

Meine Gedanken zum Presseevent und der GH5 hatte ich am selben Abend in einem Artikel zusammengefasst. Seitdem sind gut drei Monate vergangen und mein Kaufwunsch verfestigte sich dann vollständig während einer sehr gelungenen GH5 Vorpremiere bei Foto Mundus in Meppen, wo ich dann auch am selben Abend das Biest (anders kann man die GH5 angesichts ihrer Größe und der techn. Daten nicht nennen) vorbestellte.

Sehr nice : Das man im Geschäft meine GH4 zu einem guten Kurs gleich in Zahlung nahm, sei nur so am Rande erwähnt 🙂

Wie es sich aber bei der Anschaffung einer neuen Kamera gehört, kommen auch (je nachdem was man mit der Panasonic GH5 vor hat) weitere Kosten auf einen zu – in meinem Fall standen nach dem Kauf des Bodys noch folgende Punkte auf der Liste :

  • VLog-L : Nachdem sich herausgestellt hat, das in Deutschland auch für Vorbesteller das VLog-L extra erworben werden muss, muss ich also in den sauren Apfel beissen und nochmal gut 99 Euro investieren. Lt der Aussage des Panasonic Vertrieblers, welcher auch die Preview bei Foto Mundus geleitet hat, ist der Shop-Artikel der gleiche wie für die GH4. Den Freischalt-Schlüssel habe ich direkt bei Panasonic im Shop geordert.
  • 3D LUTs : Kein VLog-L ohne passende LUTs für die Aufnahme bzw. Nachbearbeitung. Denn passende LUTs ermöglichen nicht nur bei der Aufnahme eine bessere Bewertung des Bildes (dank Firmware-Upgrade kann der Video Assist LUTs in Echtzeit über das tatsächliche Bild drüberlegen), sondern ermöglichen auch einen guten Ausgangspunkt für die Nachbearbeitung in Final Cut Pro. Neumann Films bietet ein passendes LUT-Paket für die GH5 (für Vlog-L, Cine-D etc) für überschaubare 35 Dollar als Download an. Dazu gibt es quasi “on top” noch passende Profile für die Entrausch-Software Neat Video.
  • HDMI Kabel und 90° Winkel : Glücklicherweise hat sich Panasonic von der miniHDMI Buchse, wie sie noch die GH4 hatte, verabschiedet und die GH5 mit einer großen HDMI Buchse ausgestattet, was in meinen Augen eine sehr gute Entscheidung darstellt. Da dummerweise auf der Seite, wo die GH5 den HDMI Anschluss hat, auch der Motor meines Gimbals ist, musste ein spezieller HDMI 90° Winkel* her, damit ich die Kamera nicht zu weit vom Motor entfernt befestigen kann (Balancierung lässt grüßen). Dazu gab es noch ein dünnes HDMI Kabel*, welches dann die Verbindung von der Kamera zum Monitor herstellt.
    Panasonic Lumix DMC-GH5 mit Feiyu-Tech MG V2 Gimbal und Blackmagicdesign Video Assist Monitor

Aufmerksame Leser mögen sich nun fragen, ob da nicht zwei wichtige Punkte fehlen. Ja, aber sie sind aktuell nur optional bzw in der “Erprobung”. Warum? Ganz einfach :

  • Ersatzakkus : Sollte man generell immer dabei haben, erst recht wenn man mit der Kamera filmt. Da man bei Panasonic mitdenkt, wurden die Akkus der GH4 übernommen, so das ich meine bereits gekauften GH4 Zusatzakkus auch problemlos in der GH5 nutzen kann. So muss das 🙂
  • Speicherkarten : Ja, die GH5 ist in der Lage, enorme Datenmengen zu erzeugen und ja, dafür braucht es rasend schnelle Speicherkarten (Panasonic hat übrigens zur GH5 passende angekündigt : 64GB/150Euro bzw 128GB/300Euro) aber eben nur für die extremen Bitraten wie den neuen 400MBit Codec. Da für mich der 4K/60FPS Modus mit 150MBit bzw FHD/180FPS mit 100MBit am wichtigsten sind werden kommende Tests noch zeigen, ob ich mit meinen aktuellen 64GB SanDisk Ultra Karten auskomme oder doch noch investieren muss. Da die Panasonic-Karten doch schon einen stolzen Preis haben, würde ich aber eher zur Lexar Professional 64GB* mit bis zu 300Mb/Sekunde greifen – nicht zuletzt da sie auch einige Vergleichsteste gewonnen hat.

Sobald ich mit der GH5 einige Erfahrungen sammeln konnte, werde ich natürlich auch ein persönliches Review abseits von nackten Zahlen und Daten hier veröffentlichen. Ich kann aber hier schon einmal verraten, das die GH5 echt rockt!

PS : Mittlerweile kann ich einen Blackmagic Video Assist mein Eigen nennen, der als Kontrollmonitor beim Filmen zum Einsatz kommt. Nun hat Atomos passend zur GH5 auch einen (für die Daten) günstigen (rd 1250Euro) ext. 4K/60FPS 7” Monitor vorgestellt, den Atomos Ninja Inferno. Aufnahme in 4K/60FPS in 4:2:2 ProRes? Geil! Irgendwie nimmt das alles kein Ende hier…  Argh!

PS2 : Bei Foto Mundus gibt es auf der Homepage immer ein reichhaltiges Angebot an Ausstellungs- und Gebrauchtware. Wer also auf der Suche nach Gehäusen / Objektiven / Quadrokoptern etc zum Vorzugspreis ist, sollte mal einfach reinschauen.


*Shopping Links (Amazon Affiliate) – Bei den im Artikel genutzten Links zu Amazon handelt es sich um sog. Affiliate-Links.

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